Montag, 3. September 2012

Surreale Männermode: Thom Browne s/s 2013

Der londoner Designer Thom Browne lies sich, für seine Frühjahrskollektion für das Jahr 2013 und seine Show bei der pariser Modewoche, von surrealen Träumen inspirieren. Vom Design her sind die Outfits sehr klassisch, fast schon preppy, gehalten. Jedoch wird durch die konfuse Farbgebung und die realitätsfernen Prints dieser typisch britische Stil gebrochen. Überwiegend fällt einem das Karoprint ins Auge.Auffällig sind auch die Patchworkhosen, welche aus vielen verschiedenfarbigen, karierten Quadraten bestehen. Die Kombination ist sehr wirr und verstärkt den wiedersinnigen Stilbruch. Würde man Lewis Carroll's "Alice im Wunderland" noch einmal  verfilmen würde, könnte ich mir persönlich gut vorstellen, dass Thom Browne die Rolle des "verrückten Hutmachers" perfekt einkleiden würde. Die Präsentation wurde sehr bizarr und ausgefallen inszeniert. zu beginn sah man auf einer Rasenfläche silberne Schuhe, die Musik (welche sehr unheimlich klang) ertönte und futuristische Faune (mythologische Geschöpfe) betraten den Hof, gefolgt von den Models, welche in silberne Stoffröhren gehüllt waren. Die Models stellten sich in geordneter Position auf, schlüpften in die schuhe und ließen die metallischen Hüllen fallen, sodass man die Designs betrachten konnte. Es war keine typische Runway-Modenschau, sondern eher eine inszenierte Showroom-Präsentation. Der Designer ist für seine extravaganten und unkonventionellen Kreationen bekannt (Beispielweise für seine letze Herbstkollektion, bei welcher die Models durch die Jacketts mit den hohen Schulterpolster und das Make-Up wie Frankenstein's Monster wirkten) Meiner Meinung nach ist diese Kollektion bzw. Browne's Mode im Allgemeinen eher untragbar und somit eher Couture für Männer als Ready-to-Wear.

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